Die “Renaissance“ des Qualitätsanbaus der letzten 30 Jahre ist beeindruckend, wenn man sich die Jahrhunderte alte Tradition des Weinbaus in Italien anschaut. Die Römer führten bereits um 100 n. Chr. ein kleines Kataster, man kann die guten Weine rund um Falernum und die Region der “valle poli celea“ (lateinisch für “Tal der vielen Keller“) einsehen. Die dunkle Zeit des Weinbaus endet erst wieder in der Renaissance und der Wiederbesinnung auf die “antiken“ Werte, so auch im Landbau. Viele reiche Familien in der Toskana begannen im 16. Jahrhundert mit der Anpflanzung von Reben und erzeugten daraus diskrete Weine. Aber erst der Hilferuf von Camillo Benso Graf von Cavour (geboren 1810 in Turin – er gilt als der “Bismarck Italiens“) nach Frankreich brachte Schwung und Erneuerungen in die Weinproduktion. Die französischen Oenologen, die auch für die Gründung (um 1875) der heute noch bekannten Weinbauschulen (Alba – San Michele – Conegliano) verantwortlich waren, brachten die notwendigen Änderungen voran. Aus dieser Zeit stammen auch die vielen Anpflanzungen von französischen Rebsorten wie Pinot Gris, Chardonnay, Merlot oder Cabernet Sauvignon. Der Süden Italiens – damals eine Region mit Feudalbesitztümern – blieb davon unberührt und so findet man dort heute die größte Anzahl von – teilweise völlig unbekannten – autochthonen Rebsorten. Man kennt sicher rund 900 Rebsorten in Italien, aber “nur” 400 sind auch zur Weinproduktion zugelassen. Man vermutet aber einen Genpool von mehreren tausend Sorten im Süden des Landes. Gerade die große Vielfalt und die ausgeprägte Eigenständigkeit vieler Weine und Rebsorten in Italien machen die italienischen Weine so einzigartig und beliebt. Kaum eine der alten und endemischen Sorten aus Italien hat es an einem anderen Standort der neuen Welt geschafft zu Ruhm zu gelangen, hier in Italien wird der Begriff Terroir in Verbindung mit dem besonderen Standort für bestimmte Rebsorten auf eindrucksvolle Weise verständlich.Die “Renaissance“ des Qualitätsanbaus der letzten 30 Jahre ist beeindruckend, wenn man sich die Jahrhunderte alte Tradition des Weinbaus in Italien anschaut. Die Römer führten bereits um 100 n. Chr. ein kleines Kataster, man kann die guten Weine rund um Falernum und die Region der “valle poli celea“ (lateinisch für “Tal der vielen Keller“) einsehen. Die dunkle Zeit des Weinbaus endet erst wieder in der Renaissance und der Wiederbesinnung auf die “antiken“ Werte, so auch im Landbau. Viele reiche Familien in der Toskana begannen im 16. Jahrhundert mit der Anpflanzung von Reben und erzeugten daraus diskrete Weine. Aber erst der Hilferuf von Camillo Benso Graf von Cavour (geboren 1810 in Turin – er gilt als der “Bismarck Italiens“) nach Frankreich brachte Schwung und Erneuerungen in die Weinproduktion. Die französischen Oenologen, die auch für die Gründung (um 1875) der heute noch bekannten Weinbauschulen (Alba – San Michele – Conegliano) verantwortlich waren, brachten die notwendigen Änderungen voran. Aus dieser Zeit stammen auch die vielen Anpflanzungen von französischen Rebsorten wie Pinot Gris, Chardonnay, Merlot oder Cabernet Sauvignon. Der Süden Italiens – damals eine Region mit Feudalbesitztümern – blieb davon unberührt und so findet man dort heute die größte Anzahl von – teilweise völlig unbekannten – autochthonen Rebsorten. Man kennt sicher rund 900 Rebsorten in Italien, aber “nur” 400 sind auch zur Weinproduktion zugelassen. Man vermutet aber einen Genpool von mehreren tausend Sorten im Süden des Landes. Gerade die große Vielfalt und die ausgeprägte Eigenständigkeit vieler Weine und Rebsorten in Italien machen die italienischen Weine so einzigartig und beliebt. Kaum eine der alten und endemischen Sorten aus Italien hat es an einem anderen Standort der neuen Welt geschafft zu Ruhm zu gelangen, hier in Italien wird der Begriff Terroir in Verbindung mit dem besonderen Standort für bestimmte Rebsorten auf eindrucksvolle Weise verständlich.