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Argentinien


Argentinien ist die fünftgrößte Weinnation der Welt. Doch an Bedeutung liegt sie weit hinter vielen kleineren Ländern. Dabei hat sich in Argentiniens Kellereien in den letzten zwei Jahrzehnten viel getan. Ein großer Teil der Weine, insbesondere die aus der roten Sorte Malbec, haben internationales Niveau erreicht. Argentiniens Landfläche ist rund viermal so groß wie die Frankreichs. Aufgrund des subtropischen Klimas, das in weiten teilen des Landes herrscht, ist Weinbau nur in wenigen Regionen erfolgreich. Sie liegen alle im Westen des Landes am Fuße der Anden. Dort ist das Klima zwar ebenfalls heiß, doch nachts kühlt es stark ab, so dass Säure und Zucker nicht so schnell veratmet werden. Die Kernanbaugebiete liegen um die Stadt Mendoza. Die Stadt, die 1861 von einem Erdbeben völlig zerstört, danach nlangsam wieder aufgebaut wurde und deren öffentliches Leben sich unter dem grünen Dach von 50000 Platanen abspielt, ist das Zentrum der argentinischen Weinindustrie. Wie in Chile, wurden auch die ersten Reben im 16. Jahrhundert, die ersten Edelreben Mitte des 19. Jahrhunderts gepflanzt. Anfang des 20. Jahrhunderts stand der Weinbau in voller Blüte, denn die französischen und italienischen Einwanderer lösten diesen Boom aus. Aber im Unterschied zu Chile wurde in Argentinien fast der gesamte Wein selbst konsumiert. Leicht und preiswert musste er sein. Noch heute wird über die Hälfte des Weins in heimischen Supermärkten verkauft.