Der Dresdner Physiker und Erfinder Professor Manfred von Ardenne (1907-1997) gilt als Vater der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Einer seiner Leitsätze lautete:
"Sauerstoff ist das Elexier des Lebens".
1934 hatte er Kontakt mit dem Nobelpreisträger Professor Otto Warburg, der Meßgeräte erfunden hatte, mit denen bestimmte Forschungen in der Biochemie erst möglich waren.
Eines der Hauptarbeitsgebiete von Warburg war die Erforschung von Atmung und Gärung. Von Ardenne baute ihm das benötigte Spektralphotometer, und in ihm erwachte das Interesse an zellphysiologischen Problemen, besonders an der Zellatmung und der Rolle des Sauerstoffs in diesem Zusammenhang. 1960 bekam Ardenne schwerste Kreislaufstörungen, die durch die Schulmedizin nicht behoben werden konnten. Er stellte sich die Frage nach der körperlichen Energie und vermutete, dass Kreislaufstörungen durch Verschlackungen im Gewebe ausgelöst würden. Bei Versuchen mit inhaliertem Sauerstoff stellte er fest, dass sich der meßbare arterielle Sauerstoffdruck unmittelbar nach der Inhalation erhöhte. Die Folge war eine Verbesserung der Sauerstoffversorgung der Zellen mit allen gesundheitslichen Aspekten. Diesen Effekt bezeichntete Ardenne selbst als "überraschend". Seine Kreislaufbeschwerden ließen nach, sein Energiestatus verbesserte sich, und nach seiner Aussage konnte er auch als 80jähriger noch schwerste Belastungen ohne Probleme meistern.
Der Wissenschaftler Ardenne galt als einer der letzten Universalgelehrten Deutschlands: Mit ca. 600 Patenten, vielen bedeutenden wissenschaftlichen bzw. technischen Entwicklungen und mit über 30 wissenschaftlich veröffentlichen Büchern, zählt Professor Manfred von Ardenne zu den im umfassenden Sinn erfolgreichsten deutschen Wissenschaftlern. Mit seinen Erfindungen war er ein Wegbereiter für Rundfunk und Fernsehen. Für die Lungendiagnostik erfand er ein Spezialgerät. Auch das erste Raster-Elektronenmikroskop entstand in Ardennes Labor.